Tutorial: Wie Sie zusammen mit KI den perfekten Prompt entwickeln

TL;DR – Zusammenfassung

Die Herausforderung

In meinem Blogartikel „GPT-5.2 Prompting-Revolution: Was moderne Large Language Models wirklich brauchen“ habe ich beschrieben, dass die neue LLM-Generation anderes Prompting verlangt. Detailliert, strukturiert, präszise durchdacht, was der Chatbot wie machen soll, um dann welches Ziel zu erreichen. Das zu formulieren ist nicht einfach. Nachfolgend gebe ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie zusammen mit dem Chatbot genau diese Top-Prompts erstellen können, ohne gleich Prompt-Engineer sein zu müssen.

Dafür gibt’s auch einen CustomGPT!
Wer einen darauf spezialisierten CustomGPT nutzen möchte, ich habe einen dafür erstellt. Sie finden ihn hier.
Ich empfehle trotzdem den Artikel vollständig zu lesen, weil Ihnen das dabei hilft, die Arbeit des CustomGPT besser zu nutzen.


Unser Beispiel

Stellen Sie sich vor: Sie haben einen 80-seitigen Geschäftsbericht vor sich. In drei Stunden ist das Meeting mit der Geschäftsleitung.

Ihre Aufgabe: Den Bericht aufbereiten – kompakt, fokussiert, entscheidungsrelevant.

Dafür müssten Sie:

  • Den gesamten Bericht zumindest grob durcharbeiten, um dessen Struktur und Inhalt zu kennen
  • Daraus die für Ihre Zielgruppe relevanten Bereiche identifizieren
  • Die Kernbotschaften herausarbeiten, die sie vermitteln wollen
  • Das Format definieren (Präsentation? Memo? Executive Summary?)
  • Die Tonalität festlegen (analytisch-neutral? handlungsorientiert?)
  • Die Länge bestimmen (2 Seiten? 10 Folien? Fließtext? Stichworte?)
  • Entscheiden, welche Details wichtig sind und welche nicht

Erst wenn Sie all das durchdacht haben, können Sie einem Chatbot einen präzisen Auftrag geben. Sonst kommt etwas Generisches raus – das Sie nicht nutzen können.

Aber genau hier liegt das Problem: Diese Strukturarbeit ist anstrengend. Und zeitaufwendig. Und fehleranfällig.

Aber dafür haben wir doch KI? Genau.

Der Chatbot kann Ihnen bei genau dieser Strukturierung und damit der Formulierung der zur Aufgabe top passenden Prompt verhelfen – und erst mit diesem ausgearbeiteten Prompt beauftragen Sie dann den Chatbot.

Wie das genau aussieht und was Sie aus dem Ergebnis dann machen, beschreibe ich Ihnen nachfolgend Schritt für Schritt. Sie können die von mir beispielhaft genannten Prompts weitestgehend direkt übernehmen und nur auf Ihren Fall anpassen.


Die Lösung: Der Bot als Ihr Prompt-Entwicklungs-Partner

Der beste Ort, um einen perfekten Prompt zu entwickeln, ist ein strukturierter Dialog mit dem Bot selbst.

Warum? Weil die KI etwas kann, das Sie vielleicht nicht automatisch können: Die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge stellen.

Die KI kennt ihre eigenen Anforderungen. Sie weiß, welche Informationen sie später brauchen wird. Und sie kann Sie systematisch durch die Lücken führen – nicht mit einer generischen Checkliste, sondern durch Fragen, die auf Ihren Antworten aufbauen.

Die Forschung bestätigt: Collaborative Prompting – also die gemeinsame Entwicklung von Prompts im Dialog zwischen Mensch und KI – führt zu besseren Ergebnissen bei geringerem Zeitaufwand als Solo-Versuche.


Warum das funktioniert: Vier gute Gründe

Grund 1: KI kennt ihre eigenen systemischen Anforderungen besser

Wenn Sie allein einen Prompt schreiben, müssen Sie raten, was die KI braucht. Das ist spekulativ. Sie vergessen Dinge. Sie berücksichtigen nicht, welche Mehrdeutigkeiten zu Fehlern führen könnten.

Die KI dagegen kennt ihre Anforderungen aus erster Hand. Sie kann Ihnen nicht nur sagen, was wichtig ist – sie kann auch erklären, warum.

Grund 2: Eine Frage nach der anderen verhindert Überwältigung

Wenn ein System Sie mit zehn Fragen auf einmal bombardiert, beantworten die meisten Menschen nur zwei oder drei – und das auch nur halbherzig.

Aber eine einzige, durchdachte Frage? Die können Sie konkret beantworten. Die KI baut auf dieser Antwort auf und stellt die nächste Frage. Das ist Schritt-für-Schritt-Denken.

Grund 3: Der Dialog deckt Ihre blinden Flecken auf

Wenn Sie allein arbeiten, sehen Sie Ihre eigenen blinden Flecken nicht. Was für Sie selbstverständlich ist, ist es für Außenstehende nicht.

Die KI erkennt diese Lücken. Sie fragt nach. Dadurch werden Sie gezwungen, klarer zu denken – und präziser zu formulieren.

Grund 4: Die Konsolidierung passiert automatisch

Am Ende des Dialogs haben Sie nicht nur Klarheit – Sie haben auch alle Informationen strukturiert beisammen. Die KI kann diese dann systematisch in einen vollständigen Prompt überführen.

Sie müssen das nicht selbst tun. Sie müssen nicht die Hierarchie aufbauen. Die KI macht das für Sie – weil sie ihr eigenes Format versteht.


Der konkrete Ablauf: Zwei Phasen zum perfekten Prompt

Jetzt wird es praktisch. Der gesamte Prozess lässt sich in zwei klare Phasen aufteilen – mit konkreten Prompts, die Sie direkt übernehmen können.

Wichtig: In beiden Phasen geht es nur um die Strukturierung Ihrer Aufgabe – nicht um die Ausführung. Das wäre Phase 3. Wir sprechen hier über die Vorbereitung, um per Top-Prompt ihren Chatbot dazu zu befähigen, die dann damit gestellte Aufgabe hervorragend zu erfüllen.
Der Bot hilft Ihnen in Phase 1 die richtigen Fragen zu beantworten und daraus in Phase 2 einen präzisen Arbeitsauftrag zu formulieren. Die eigentliche Arbeit passiert erst später, in einem neuen Chat als neue Phase 3.


Phase 1: Das geführte gemeinsame Verstehen (15–20 Minuten)

Was passiert:

Sie starten einen Dialog, in dem die KI Sie durch gezielte Einzelfragen führt. Keine Checkliste. Keine Überforderung. Sondern: eine Frage, eine Antwort, nächste Frage.

Die KI produziert dabei nichts – sie sammelt nur die Informationen, die später für einen präzisen Prompt nötig sind. Gemeinsam verstehen sie die Aufgabe in ihren Details.

Ihr Start-Prompt (zum Kopieren und Anpassen):

Ich möchte [AUFGABE/PROJEKT] entwickeln/schreiben/erstellen.

Meine grobe Idee: [KURZE BESCHREIBUNG IN 1-2 SÄTZEN]

Ich bin noch unsicher bei:
- Dem genauen Ziel
- Der Zielgruppe
- Den Rahmenbedingungen (Constraints)
- Dem gewünschten Format

Hilf mir, das systematisch zu durchdenken.

Deine Rolle:
- Stelle mir EINE konkrete Frage pro Antwort
- Sei kritisch: Wenn ich zu vage bin, hake nach
- Weise mich auf blinde Flecken hin
- Baue jede neue Frage auf meiner vorherigen Antwort auf
- Keine vorgefertigten Checklisten – führe mich schrittweise
- Produziere noch nichts – wir strukturieren nur die Aufgabe

Beginne mit der wichtigsten Grundfrage.
Warte auf meine Antwort, bevor du die nächste Frage stellst.

Beispiel-Dialog: Wie die Zusammenarbeit aussieht

Zurück zu unserem Geschäftsbericht-Beispiel:


SIE:

Ich möchte einen 80-seitigen Geschäftsbericht für ein Management-Meeting aufbereiten.

Meine grobe Idee: Die Geschäftsleitung braucht die wichtigsten Punkte kompakt – 
aber ich weiß noch nicht genau, wie ich das strukturieren soll.

Ich bin noch unsicher bei:
- Welche Teile des Berichts wirklich relevant sind
- Wie detailliert es werden soll
- In welchem Format
- Welche Tonalität angemessen ist

[Rest des Start-Prompts]

BOT:
„Gut, starten wir systematisch. Erste Frage: Wer ist die Zielgruppe im Meeting? Geschäftsführung? Aufsichtsrat? Bereichsleiter? Und wie tief ist deren Vorwissen zum Thema?“

SIE:
„Geschäftsführung, drei Personen. Zwei kennen das Geschäft sehr gut, eine Person ist neu im Vorstand.“

BOT:
„Verstanden. Das bedeutet: Du brauchst eine Balance zwischen ’nicht zu oberflächlich für die Erfahrenen‘ und ’nicht zu detailliert für die neue Person‘. Nächste Frage: Was ist das HAUPTZIEL der Aufbereitung? Soll eine Entscheidung vorbereitet werden? Oder geht es um reine Information?“

SIE:
„Es soll eine Entscheidung über das Budget für Q2 vorbereitet werden.“

BOT:
„Wichtig. Das heißt: Die Aufbereitung muss entscheidungsrelevante Informationen priorisieren – nicht nur beschreiben, sondern bewerten. Welche Themenbereiche aus dem Bericht sind für diese Budget-Entscheidung am relevantesten?“

SIE:
„Umsatzentwicklung Q1, Kostenstruktur, geplante Investitionen.“

… usw.


Was nach 6–8 Runden passiert ist:

Sie und der Chatbot haben jetzt Klarheit über:

  • Ihre Zielgruppe und deren Anforderungen
  • Ihr Hauptziel und Botschaft
  • ✅ Ihre inhaltlichen Schwerpunkte, der Fokus
  • Das Format, Art, Länge etc.
  • Die Tonalität (Stil, Art, Form)
  • Schwerpunkte, Constraints

Diese Klarheit haben Sie nicht durch eine Checkliste erreicht – sondern durch einen Dialog, der auf Ihren individuellen Antworten aufbaut.

Wichtig: Der Bot hat noch nichts produziert. Er hat nur die Struktur geklärt. Und weiß nebenbei auch genau über den Kontext und ihre Ausgangslage und Ziele Bescheid.

Beenden Sie diese Phase mit einem abschließenden Prompt:

Ich glaube, wir haben jetzt alle Punkte geklärt. Prüfe aber nochmal kritisch, ob noch offene Punkte bestehen, die wir klären müssen. 

Wenn der Chatbot der Meinung ist, dass alles geklärt ist, können Sie in Phase 2 übergehen. Falls der Chatbot noch Hinweise hat, die geklärt werden müssen, dass klären Sie diese zuerst.


Phase 2: Die Konsolidierung (5 Minuten)

Was passiert:

Jetzt bitten Sie die KI, aus diesem gesamten Gespräch einen vollständigen, strukturierten Prompt zu erstellen – so, als ob ein anderer Bot (der nicht bei Ihrem Dialog dabei war) die Aufgabe übernehmen soll.

Ihr Konsolidierungs-Prompt (zum Kopieren):

Danke für die Unterstützung. Wir haben jetzt alle wichtigen Aspekte geklärt.

Erstelle mir jetzt einen vollständigen, strukturierten Prompt für einen anderen Bot.

Anforderungen an den Prompt:
- Struktur: Role → Goal → Context → Constraints → Format
- Vollständig: Der neue Bot soll OHNE unser Gespräch arbeiten können
- Präzise: Keine Mehrdeutigkeiten, keine Annahmen
- Konkret: Mit allen Details, die wir erarbeitet haben

Füge am Ende hinzu:
- Liste aller Unterlagen/Dateien, die ich bereitstellen muss
- Hinweise auf kritische Punkte oder mögliche Stolpersteine

Was die KI Ihnen liefert: Ein fertiger, strukturierter Prompt

Hier das Beispiel für unseren Geschäftsbericht:

You are a business analyst specializing in executive reporting and decision support.

TASK:
Transform an 80-page annual business report into a 10-slide executive presentation 
that prepares a Q2 budget decision for the management board.

TARGET AUDIENCE:
- Three-person management board (Geschäftsführung)
- Two members: Deep business knowledge, expect substance
- One member: New to the board, needs context
- Balance: Detailed enough for experts, accessible for newcomers

PRIMARY GOAL:
Prepare a budget decision for Q2 by providing decision-relevant analysis 
with clear recommendations (not just data presentation).

CONTENT FOCUS:
Focus exclusively on three areas critical to the budget decision:
1. Q1 revenue development (trends, deviations, implications)
2. Cost structure (current state, optimization potential)
3. Planned investments (priorities, timing, resource requirements)

MANDATORY INCLUSIONS:
- Revenue table from page 12 of the original report
- Investment overview from page 45 of the original report
- Both must be included verbatim or as direct visual representations

TONE & APPROACH:
- Action-oriented with concrete recommendations
- Not purely analytical – provide clear guidance
- Balance data with interpretation
- Address "What does this mean for our Q2 budget?" explicitly

OUTPUT FORMAT:
- PowerPoint-style presentation structure
- Maximum 10 slides
- Suggested structure:
  * Slide 1: Executive Summary with key recommendation
  * Slides 2-4: Q1 revenue analysis with implications
  * Slides 5-7: Cost structure and optimization opportunities
  * Slides 8-9: Investment priorities and budget allocation
  * Slide 10: Clear recommendation with next steps

CONSTRAINTS:
- 10 slides maximum (strict limit)
- Each slide must serve the budget decision
- No generic business commentary
- Recommendations must be specific and actionable
- Visual clarity over text density

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REQUIRED MATERIALS FROM YOU:
- The complete 80-page business report (PDF or document file)
- Any additional context on strategic priorities for Q2
- Budget constraints or guardrails (if known)

CRITICAL POINTS:
- The new board member needs context, but the presentation cannot be 
  "Business 101" – find the middle ground
- Revenue table (page 12) and investment overview (page 45) are 
  non-negotiable inclusions
- The board expects recommendations, not just analysis – be clear 
  about what you propose

Der Übergang: Warum Sie jetzt einen neuen Chat brauchen

Jetzt haben Sie ihn: Einen präzisen, vollständigen, strukturierten Prompt, der alle Informationen enthält, die ein modernes LLM braucht.

Dieser Prompt ist das Ergebnis Ihrer gemeinsamen Arbeit mit der KI. Er ist klar, vollständig und bereit für die Ausführung.

Was jetzt passiert:

1. Kopieren Sie den Prompt
Markieren Sie den gesamten strukturierten Prompt und kopieren Sie ihn.

2. Öffnen Sie einen neuen Chat
Starten Sie eine frische Chat-Session – aus zwei wichtigen Gründen:

Grund A: Mentale Trennung
Die Entwicklungsumgebung ist abgeschlossen. Jetzt beginnt die Produktionsumgebung.

Denken Sie an die Arbeit mit einem professionellen Dienstleister: Erst das Briefing-Gespräch (Phase 1+2), dann die eigentliche Ausführung (neuer Chat). Das sind zwei verschiedene Modi – und sie sollten auch räumlich getrennt sein.

Der Bot in der Produktionsumgebung soll sich nur auf die Ausführung konzentrieren – nicht durch den Entwicklungs-Dialog „abgelenkt“ sein.

Grund B: Technische Sauberkeit
Lange Konversationen können bei komplexen Aufgaben zu Performance-Verlusten führen. Studien zeigen: Bei sehr langen Chats sinkt die Ausgabe-Qualität um bis zu 25-35%, weil die KI mit zu vielen Token-Informationen gleichzeitig arbeiten muss.

Ein frischer Chat startet mit klarem Fokus und vollem Context-Window.

3. Fügen Sie den Prompt ein
Fügen Sie den kopierten Prompt in den neuen Chat ein.

4. Laden Sie benötigte Materialien hoch
Falls der Prompt spezifische Unterlagen erwähnt (z.B. den 80-seitigen Geschäftsbericht), laden Sie diese jetzt hoch.

5. Die eigentliche Arbeit beginnt
Erst jetzt startet die Ausführung. Der Bot hat alles, was er braucht – und wird deutlich bessere Ergebnisse liefern, als wenn Sie von Anfang an in einem einzigen Chat gearbeitet hätten.


Häufige Anfängerfehler – und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Mehrere Fragen gleichzeitig beantworten

Problem: Der Bot stellt versehentlich mehrere Fragen. Sie beantworten nur zwei von fünf.

Lösung: Im Start-Prompt explizit betonen: „EINE Frage pro Response.“ Falls der Bot doch mehrere stellt, antworten Sie: „Bitte stelle mir nur eine Frage und warte auf meine Antwort.“

Fehler 2: Den Dialog zu früh beenden

Problem: Nach drei Fragen denken Sie: „Das reicht, ich weiß genug.“ Später fehlen wichtige Details im Prompt.

Lösung: Rechnen Sie mit 6–8 Frage-Antwort-Runden. Das ist nicht lang – und es lohnt sich. Lassen Sie die KI führen, bis sie sagt: „Ich glaube, wir haben alles.“

Fehler 3: Zu vage antworten

Problem: Der Bot fragt: „Wer ist die Zielgruppe?“ Sie antworten: „Management.“

Lösung: Je konkreter Ihre Antworten, desto besser der finale Prompt. Beispiel: „Dreiköpfige Geschäftsführung, zwei mit tiefem Geschäftswissen, eine Person neu im Vorstand, Meeting zur Budget-Entscheidung.“

Fehler 4: Im Dialog schon Inhalte produzieren lassen

Problem: Sie sagen mitten im Dialog: „Kannst du mir schon mal die drei wichtigsten Punkte aus dem Bericht zusammenfassen?“

Lösung: Stopp. Phase 1+2 sind nur für die Strukturierung. Keine Produktion. Die eigentliche Arbeit passiert erst im neuen Chat mit dem fertigen Prompt.

Fehler 5: Den Prompt im gleichen Chat verwenden

Problem: Sie generieren den Prompt in Phase 2 und schreiben direkt darunter: „Okay, jetzt erstelle mir die Präsentation.“

Lösung: Neuer Chat. Immer. Das ist keine Pedanterie – es ist der Unterschied zwischen guten und sehr guten Ergebnissen.


Die Psychologie dahinter: Warum Dialog besser ist als Solo-Arbeit

Es gibt einen tieferen Grund, warum dieser Ansatz so wirksam ist.

Wenn Sie allein einen Prompt schreiben, nutzen Sie hauptsächlich analytisches Denken. Sie listen auf. Sie versuchen, vollständig zu sein. Das ist kognitiv anstrengend – und fehleranfällig.

Wenn Sie mit dem Bot sprechen, nutzen Sie dialogisches Denken. Sie denken laut. Der Bot antwortet. Sie verfeinern. Das ist natürlicher – und führt zu besseren Ergebnissen.

Außerdem: Der Bot sieht Ihre blinden Flecken. Sie sehen sie nicht. Wenn der Bot eine Frage stellt, die Sie überrascht, ist das oft genau die Frage, die Sie hätten stellen sollen.

Das ist das Geheimnis dieser Methode. Es ist nicht nur effizient. Es verbessert auch die Qualität Ihrer Entscheidungen.


Noch einfacher: Mein spezialisierter CustomGPT
„Prompt Architect“

Wenn Sie diesen Prozess noch reibungsloser gestalten möchten, habe ich einen spezialisierten CustomGPT entwickelt, der genau für diese Aufgabe optimiert ist.

Dieser Bot:

  • ✅ Führt Sie automatisch durch die Erkundungsphase
  • ✅ Stellt die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge
  • ✅ Achtet darauf, dass nur strukturiert wird (keine vorzeitige Produktion)
  • ✅ Erstellt am Ende den vollständigen, strukturierten Prompt
  • ✅ Gibt Ihnen die Liste der benötigten Unterlagen

Sie müssen keine Meta-Prompts mehr kopieren – der CustomGPT übernimmt das für Sie.

→ [Link zum CustomGPT]


Der Paradigmenwechsel: Vom Befehl zur Partnerschaft

Die tiefere Verschiebung ist mental.

Viele Menschen denken von KI-Nutzung immer noch im alten Paradigma: „Ich stelle eine Frage, der Bot antwortet.“ Das funktioniert bei einfachen Aufgaben.

Bei komplexeren Aufgaben ist das Paradigma anders: „Ich und der Bot entwickeln zusammen etwas. Der Bot bringt analytische Klarheit, ich bringe Kontext und Urteil. Zusammen bauen wir etwas, das keiner von uns allein gebaut hätte.“

Das ist nicht „den Bot nutzen“. Das ist Partnerschaft.

Und für alle, die verstanden haben, dass moderne KI nach Struktur verlangt, ist das die beste Strategie: Den Bot als Partner einspannen, der Ihnen hilft, genau die Struktur zu entwickeln, die er später braucht.

Willkommen im Collaborative Prompting!